Chronik

Mit Gott!, so beginnt die Chronik des Vereins. Am Lichtmesstag, den 2. Feb. 1892 versammelten sich im Gasthaus zum Schloss in Altenmarkt  28 Männer und Burschen aus den Gemeinden Neu- und Altenbeuern, um nach dem Vorbild aus dem Oberland auch im Inntal einen Trachtenverein zur Pflege von Brauchtum, Tänzen, Liedern und Tracht zu gründen. Erster Vorstand wurde Bürgermeister Josef Wisböck vom Gaststeig. 

Am 8. September 1892 ernannte die Generalversammlung den hochherzigen alles guten und schönen, Jan Freiherrn von Wendelstadt zu Ihrem Protektor. Bereits 1894 wurde der Verein zur Beteiligung am Oktoberfestzug aufgefordert.

1895 wurde dem Verein die Ehre zuteil, das 5. Gaufest des Verbandes auszurichten.

Durch Unstimmigkeiten in der Vorstandschaft kam es am 21.Juni 1903 zum Bruch. Der damalige Vorstand Michael Maurer trat aus dem Verein aus und gründete mit 11 Gefolgsleuten den Trachtenverein "Immergrün" Altenbeuern

Am 27. Juli 1909 verlor der Verein durch den Tod des Freiherrn Jan von Wendelstadt seinen edlen Förderer. An seine Stelle trat bis zu Ihrem Tod am 12. November 1942 seine Frau, Baronin Julie von Wendelstadt. Unter anderem beschenkte sie zu Weihnachten Schulkinder mit Kleidungsstücken der Inntaler Tracht.

Der erste Weltkrieg beendete die Aktivitäten des Vereins. Sieben Trachtenkameraden kehrten nicht zurück. Erst am 6. April 1919 berief man die erste Generalversammlung nach dem Krieg wieder ein.

1923 wurde dem Patenbitten des Altenbeurer Vereins  zugestimmt. Zur Fahnenweihe wurde alles mobilisiert, auch das Letzte Aufgebot wurde von Eduard Schwirtlich ins Leben gerufen. So konnte man den Meistpreis bei der Fahnenweihe erringen.

Mit einem großen Fest konnte bereits 1935 die neue Fahne, die als Ersatz für die 1934 bei einem Brand vernichtete alte Standarte angeschafft wurde, geweiht werden.

Der zweite Weltkrieg brachte nicht nur das völlige erliegen der Vereinsaktivitäten. 12 Gefallene und 15 Vermisste waren am Ende des Krieges zu beklagen. Am 16. April wurde die Vereinsgenehmigung durch das Landratsamt erteilt unter der Auflage, dass nur "politisch einwandfreie und höchstens als Mitläufer geführte Personen" dem Verein angehören dürfen. Mit großer Freude beteiligte sich der Verein am Festzug des 13. März 1948, der die im Krieg eingezogenen Kirchenglocken zurückbrachte.

Durch großen Fleiß und viele Aktivitäten konnte der Verein zu der heutigen Mitgliederzahl von über 350 anwachsen.

Dies ist nur ein Auszug aus der Chronik des Vereins und stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit dar. Die Angaben sind nach bestem Wissen erstellt.